Völker und Wesen

Wenn man im Bereich "Fantasy" von Völkern spricht, meint man natürlich neben den Menschen auch andere intelligente Wesen, die ihre eigene Kultur und ihr eigenes Volk bilden. Die gibt es in Pahia auch, wenngleich sie einen sehr geringen Teil ausmachen und meistens wenig Berührungspunkte mit der Welt der Menschen haben. Im Folgenden sollen kurz die wichtigsten Völker allgemein vorgestellt werden, beginnend mit den größten Volksgruppen der Menschen.

Das Volk von Nord-Waralia

Eigentlich handelt es sich dabei um mehr als ein Volk. Allerdings besitzen sie alle eine mehr oder weniger einheitliche Kultur (Religion, Herrschaftsverständnis, Sprache, Brauchtum). Sicherlich gibt es zahlreiche regionale Unterschiede, die zu erläutern aber den Rahmen sprengen würde. Allgemein könnte man Nordwaralia mit dem mittelalterlichen Europa (v.a. Frankreich, England und Mittel- bis Osteuropa) vergleichen. Entsprechend finden wir hier Klosterschulen, Rittertum, Minnesang, Handwerksgilden, höfische Sitten, Burgfestungen, etc.  Das Erbrecht bestimmt die Herrschaftsfolge der meisten Reiche.

Das Volk von Velos

Die in Südwaralia beheimateten Menschen sehen auf eine Tradition von vielen Jahrhunderten zurück. Viele der Städte sind alt und ehrwürdig. Auch hier gibt es zahlreiche regionale Unterschiede. Was sie vom Norden des Kontinents abhebt, zeigt sich in der Architektur, der Kleidung, dem weniger religiösen Eifer und im Kontakt mit den unterschiedlichsten Kuturen umliegender Kontinente und Inseln, die alle ihre Spuren im Velosischen Reich hinterlassen. Gemeinsamkeiten mit dem Norden Waralias findet man im Bereich der Sprache, des Rittertums, der verbreiteten Münz-Währung oder in der Religion (16-Götter). Angelehnt ist das Kaiserreich an die mittelalterliche Mittelmeerwelt (Italien/Spanien/Griechenland, etc.).

Das Volk der Gollenländer

Im Norden haben die Gollenländer ihre Heimat. Trotzdem befahren sie mit ihren Langbooten die meisten der bekannten Gewässer. Kriegszüge, Überfälle und Plünderungen sind Bestandteil ihrer Kultur. Deshalb sind sie fast überall gefürchtet. Der Gollenländer kann mit einem Wikinger verglichen werden.

Das Volk von Benaskan

Weit im Süden des westlichen Alchar liegt das Königreich Benaskan, dessen Volk auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Die riesigen, alten Paläste mit ihren gewaltigen Gärten zeugen von dem Reichtum dieses Landes. Die Benaskaner treiben mit den nördlicher gelegenen Reichen und den Waldvölkern im Osten des Kontinents seit langer Zeit Handel. In Teilen ist Benaskan angelehnt an das mittelalterliche Äthiopien.

Das Volk von Leyandan

Im Norden des Ostkontinents Tastophra ist das Volk der Leyandan beheimatet, das auch Teile des Nordkontinents bewohnt. In vielerlei Hinsicht handelt es sich dabei um ein nomadisch lebendes Reitervolk (den Mongolen ähnlich). Es gibt allerdings auch vier riesige, von ihnen erbaute Bergfestungen. Diejenigen aus dem Volk, die sich auf dem nördlichen Kontinent niederließen, nennt man auch Srattländer. Diese haben sich an das Nomadenleben in Eis und Schnee angepasst.

Das Volk von Shotan

Auf den großen Inseln zwischen Waralia und Tastophra befindet sich das Königreich Shotan, das seine Festungen und Klöster hoch in den Bergen erbaut. Es gibt viele kuturelle und traditionelle Gemeinsamkeiten mit anderen Völkern Tastophras, aber Shotan liegt geografisch günstig für kulturellen Austausch und hat sich daher von vielerorts beeinflussen lassen. Die Shotan-Mönche gelten als zu besonderer Disziplin geschulte Krieger.

Das Volk von Herapur

Im südwestlichen Teil des Kontinents Tastophra sowie auf der Insel Derelia lebt das Volk von Herapur. Es bildet den Hauptteil einiger großer Reiche und einflussreicher Städte. Kulturell sind die Herapuer mit dem mittelalterlichen Indien vergleichbar.

Das Volk der Jakawa

Im Osten des Kontinents Tastophra leben die Jakawa-Völker. Ihre Kultur ist ähnlich vielfältig wie die in Velos. Große Städte und ein blühender Handel zeichnen diese Region aus. Großen Einfluss haben die Krieger des Kaisers von Pai-Chen (den Samurai ähnlich), die einen besonderes aufopferndes Leben wählten. Außerdem gibt es zahlreiche Schulen für Schriftkunde, Kunst, Kriegskunst, Musik und die Wissenschaft der Elemente.

Das Volk der Sarvanen

Auf dem Kontinent Waralia gibt es Regionen, vor allem in Gebirgen oder Wäldern, auf die kein Herrscher oder Reich Anspruch erhebt. Einige dieser Wildnis-Gebiete werden von barbarischen Stämmen bevölkert. Das größte und bekannteste ist das der Sarvanen, die im Nordwesten Waralias in Gebirgstälern siedeln. Sie stellen für die umliegenden Städte, Dörfer und Höfe eine ständige Gefahr dar, denn der bewaffnete Überfall gehört zu einer treibenden Lebensgrundlage der Sarvanen. Sie selbst verstehen sich als frei, überlegen und gottlos.

Das Volk der Draschim

Es gibt nur wenige nichtmenschliche Völker, die große Zivilisationen bilden. Erwähnenswert sind die Draschim, ein vornehmlich unterirdisch lebendes Volk. Die Körpergröße eines Draschim ist im Schnitt deutlich kleiner als die eines Menschen und insgesamt wirkt sein Körper eher gedrungen und massig. In den Gebirgen Mittel- und Südwaralias gibt es große Städte, die unterirdisch angelegt sind. Nur die armen Familien, wie zum Beispiel Hirten, leben an der Oberfläche. Der reiche und mächtige Herrscher- Stand lebt in den tiefsten Ebenen der Stadt. Bekannt sind die Draschim durch ihre Schmiedekunst, das Brauen starker alkoholischer Genussmittel und ihre Abgeschiedenheit. Sie scheuen den Kontakt zu Menschen.

Das Volk der Alben

Ebenso selten Kontakt zu Menschen pflegen die Alben, deren Heimat auf einem weit abgelegenen Kontinent namens Vradia im Nordwesten zu finden ist. Nur sehr wenige ihres Volkes ließen sich in den Wäldern Südwaralias nieder, abgeschieden von anderen Zivilisationen. Auch sie unterscheiden sich körperlich von den Menschen durch schärfere Gesichtszüge, einen schlanken Körperbau und leicht spitz zulaufende Ohren. Sie sind bekannt für eine kunstvolle Architektur, das Herstellen feiner Holzgegenstände und ein Leben im Einklang mit der Natur. Sie werden im Schnitt nicht so alt wie Menschen, lernen aber früher. Alben gelten bei den Menschen (wenn man überhaupt von ihnen gehört hat) als friedfertig und ernst. Ihnen werden aber (zuweilen gerechtfertigt) viele mysteriöse Kräfte zugesagt und ihre Absichten bleiben oft ein nicht nachvollziehbares Rätsel.

Das Volk der Linvuk

Ein den Menschen ebenfalls entfernt ähnliches Volk ist das der kleinwüchsigen Linvuk, deren Heimat der äußerste Nordosten Alchars ist. Auf den ersten Blick wirken sie wie sehr kleine, sehr alte Menschen mit ledriger, oft haarloser Haut und leicht spitzen Ohren. Dennoch sind sie für ihr Erscheinungsbild ungewöhnlich agil. Eine Besonderheit ist darüber hinaus ihre ungewöhnliche Intelligenz, der sich in ihrer Kenntnis über Wissenschaft, Philosophie und Geschichte sowie ihrer komplexen Sprache ausdrückt. Sie studieren die Mysterien der Magie wie kein anderes Volk und ihre Schulen haben die besten Lehrer und größten Bibliotheken. Nur vereinzelte Linvuk treibt die Neugierde oder der Forscherdrang in die primitive Welt der Menschen.

Andere Wesen

Neben Menschen und menschenähnlichen Wesen gibt es in Pahia zahlreiche Lebewesen, die es in unserer wirklichen Welt nicht gibt - aber sie sind allesamt selten anzutreffen und dem gewöhnlichen Durchschnittsmenschen bestenfalls aus Erzählungen bekannt. Aber wenn man weit umher reist, bekommt man als Abenteurer durchaus das eine oder andere phänomenale Geschöpf zu Gesicht. Die meisten dieser Kreaturen wurden für die Welt Pahia aus ihrem jeweiligen Herkunftsmythos entnommen und ggf. leicht abgewandelt. Darunter zählen u.a. Untote (Wandelnde Leichen, Geister, Vampire, etc.), Feenwesen, Drachen (diese können nicht sprechen!), Mischwesen (Mantikor, Zentaur, Harpye, Chimäre, Minotaurus, Pegasus, Nixe; in der Regel sind diese durch mächtige Zauberei entstanden), Riesen, Werwölfe, u.a. Es gibt auch magisch belebte Materialien (Homunkuli, Golems) und Wesen, die aus anderen Sphären stammen und nur unter ganz bestimmten Umständen vorübergehend nach Pahia gelangen (Engel, Dämonen, Dschinns, Elementargeister).