Pahia 98

Der erste Gehversuch in den Gefielden des Live-Rollenspiels geriet (nicht nur aus heutiger Sicht) mehr zu einem Stolpern. Von dem Gedanken an Authentizität in Sachen Verpflegung und Ausrüstung angetrieben, wurde nur Essen angeboten, das einem Pseudo-Mittelalterkochbuch entnommen wurde. Darüber hinaus wurde ein Kampfsystem entworfen, welches das Tragen von Schaukampfwaffen aus Metall und Holz erlaubte. Kulisse der eigentümlichen Veranstaltung waren die beiden Türme des Bad Neuenahrer Stadtwalds, zwischen denen jedoch ein respektabler Fußmarsch zurückgelegt werden musste ... mehrmals, so jedenfalls sah es die Handlung vor. Letztere drehte sich ganz simpel um eine gute und eine böse Partei, die den jeweiligen Türmen angehörte. Rund 30 Teilnehmer hatte das Spektakel, das immerhin den Grundstein für weitere Spiele unter dem gleichen Namen legte, auch wenn diese dann nichts mehr mit dem Urgestein gemein hatten.

 

Eine Gruppe schwarz gekleideter Reiter dringt eines Nachts in die äußere Festung der Draschim (Zwerge) in den Gebirgszügen des Karosch ein. Sie stehlen die Runensteine, welche die Zwerge für ihre Rituale dringend benötigen. Da sich aber die Reiter in den dunkelsten Wald zurückzogen, um dort die Steine ihrem Herrn - einen finsteren Nekromanten - zu übergeben, wagen es die Draschim nicht, sich selbst um diese Sache zu kümmern. Sie schicken daher andere - Abenteurer, die sich dadurch Geld und Ruhm versprechen. Und so kommen die Abenteurer schließlich bei jenem sagenumwogenen Wald an.

Im Wald selbst leben nicht nur der Nekromant und seine finsteren Helfer, die eine Seite des Waldes für sich beanspruchen, sondern auch ein weiser Alb und einige friedfertige Bewohner des anderen Waldstücks. Die Abenteurer verbünden sich nun mit dem Alben und seinen Helfern, um gegen den Nekromanten auszuziehen und gleichzeitig die Runen zusammenzusuchen, die überall verstreut zu sein scheinen.

Nach langem Suchen nach den Runen und ewigem Reisen zwischen den beiden Türmen, gelang es schließlich den Abenteurern, die Steine zusammenzutragen und den Nekromanten zu stellen.