Pahia 5    Schattensturm

03. - 05. 08. 2001

Hexenbesen, Gnomenspind,

Zwergenkessel, Koboldkind,

Albenmantel, Bärenpfot',

ausgetrickst, jetzt bist du tot.

 

Mit diesen Zeilen begann die Hintergrundgeschichte zum fünften Teil der Pahia - Hauptserie, der sich inhaltlich wieder von seinen Vorgängern distanzierte. Dennoch spielte erneut der Kampf gegen finstere Mächte eine Rolle, diesmal der Kampf gegen dunkle Geisterwesen, die hier als Schatten bezeichnet wurden.

Überschattet wurde jedenfalls die Veranstaltung, denn wir mussten aufgrund von Diskrepanzen mit einem ortsansässigen Amtsinhaber von einer Hütte zu einer anderen umziehen. Nach diesem lästigen Umzug konnte aber das Spiel (wieder auf der Wilhelm-Bloser-Hütte) fortgesetzt werden.

 

Lustig klingt es, das Lied über die Schattengestalten, doch um so tödlicher sind sie selbst. Wer ihnen begegnet, verspürt die Ängste und Qualen der Hölle. Wer von ihnen berührt wird, zerfällt zu Staub. Wer sie ansieht, verfällt dem ewgen Wahnsinn. Wer sie hört, sinkt in Ohnmacht zu Boden. Doch wer sie tötet, ist auf ewig der Herr über sie. Durch Berichte von Priestern und Paladinen verbreiten sich Gerüchte unter den Abenteurern.

3.Jukon im Jahre 389 vA

"Mein lieber Vater! Ich weiß, dass Ihr nicht erfreut darüber wart, als ich so bald aufbrach, um den nachzugehen, was ich von Euch und den Euren hörte. Doch lest nun, welch unglaubliche Entdeckungen ich hier machte: Nahe der Herrenklamm, zwischen Albsbach und Gummingen, liegt eine kleine Hütte - eigentlich eine Gaststube, die Reisenden wie mir Unterkunft, Speis und Trank gewährt, in welcher ich Anzeichen für die Anwesenheit von einem Schattenwesen machte. Nicht nur, dass der Wirt und auch andere Anwesende seltsam still sind, ich habe einige dem Wahn verfallene Menschen kennen gelernt, welche ich wirklich bemitleide, die behaupten, sofern ich das ihren Worten entnehmen konnte, Schattengeister gesehen zu haben. Morgen werde ich des Nachts die Gegend erforschen. Ich glaube, das Übel hat ihr ein Zuhause. Schickt mir einige fähige Männer, die tapfer genug sind, mir zu helfen! Ich bitte Euch!

   Euer Sohn

                            Gerald Zagram"

Nach diesem Brief hörte man nie wieder etwas von ihm. Dennoch schickte sein Vater einige Abenteurer nach, die sich der Sache annehmen sollten. Jene dürften jetzt - drei Wochen nach Geralds Verschwinden - angekommen sein ...

Zunächst erscheint die Gegend ruhig und Anzeichen für die Anwesenheit von Schattenwesen gibt es vorerst keine. Nachdem man sich nach Gerald umgehört hat, erfährt man, dass er wohl eine ganze Weile hier war, jedoch bald weiterzog und nicht wiederkehrte. Ein Geweihter der Ibikla kann den Abenteurern bei Fragen zu den Schattengeistern helfen. Da er hier lebt, hat er mit ihnen wohl bereits Kontakt gehabt. Er ist dem Wahnsinn jedoch nicht verfallen.

Nach einiger Zeit finden die Abenteurer den Fürstensohn Gerald Zagram, der berichten kann, wie er eines der Schattenwesen tötete. Aber es scheinen noch weitere Schattengeister in der Gegend zu sein. Einige der Abenteurer kommen mit einem Schattenwesen in Kontakt. Einer verfällt für kurze Zeit dem Wahn, andere fallen in Ohnmacht. Bald kommt es gar zum Kampf. Aber das Wesen wird bekämpft.

Die Abenteurer finden heraus, dass der Wald um sie herum und alles, was die Schattenwesen berühren, in wilde Aggression gerät. Selbst die Pflanzen greifen an, Quellen von Hass verbreiten Gefühle des Zorns unter den Anwesenden. Im Wald finden die Abenteurer endlich die Quelle der Schatten, aus denen die Wesen offenbar hervorgegangen sind. Mit Hilfe einer Schriftrolle, die über die Legende der Geisterfürsten handelt, können die Helden die Schattenperlen und den Kreis der Schatten nutzen. Doch bevor sie in das Reich der Geister eindringen können, benötigen sie etwas von einem Kraut, welches nahe Waldläufer ihnen eintauschen. Mit Hilfe des Krautes sind sie nun immun gegen den Einfluss des Hasses.

Der Geweihte unterweist die Spieler im Kampf gegen die Geister. Die Waldläufer verfallen dem Hass und greifen an. Sie können zurückgeschlagen werden. Nun dringen die Abenteurer in das Reich der Geister ein und bekämpfen dort die Schattenwesen. Diese sind gezwungen, aus ihrem Reich herauszukommen. Zurück auf dem Vorplatz der Taverne bereiten sich die Helden auf die Entscheidungsschlacht vor.

Nacheinander greifen die fünf Fürsten der Geister mit ihren Armeen an. Unter größter Anstrengung können sie zurückgeschlagen werden. Und in einem finalen Kampf werden sie entgültig besiegt und das Land von ihrem Einfluss befreit.