Pahia 7   Wege der Seelen

25. - 27. 07. 2003

Die aus unserer Sicht vermutlich stimmigste und rundeste Veranstaltung der Pahia-Hauptreihe war bis heute "Wege der Seelen", bei den damaligen NSCs auch als "Alben-Pahia" bekannt. Organisatorische Probleme hafteten normalerweise an den "Pahia"-Spielen, hier sollte nur das schlechte Wetter hin und wieder Ärger machen. Eine abwechslungsreiche Geschichte voller Visionen und Träume, in die mehrere Charaktere eindringen konnten, sorgte auf beiden Seiten für Spielspaß. Die geräumige Ramersbacher Hütte nutzten wir hier das erste Mal. Und mit mehr als 90 Teilnehmern handelte es sich außerdem um die größte Wochenend-Veranstaltung, die wir bis heute organisierten.

 

Im Walde nahe Peran, einem Orte der Ruhe und des Friedens, leben seit Urgedenken die Alben Waralias - abgeschieden von der Welt der Menschen. Während um sie für letztere schier unzählige Mysterien geflochten zu sein scheinen, behaupten sie von sich selbst, ein sehr einfaches und das einzig wahre Leben zu führen. Im Einklang mit der Natur und allem Leben, welches sie birgt, verbringen sie ihre Tage in endlos langen, friedlichen Tagen.

Doch dann ... eines Tages ... erwachen die Alben an einem für sie unbekannten Ort. Es ist noch derselbe Wald, dieselbe Umgebung und dennoch hat sich alles verändert. Ein Schatten ist heraufgezogen. Von jenem Tage an überkam das Volk der Alben allerlei Katastrophen. Tiere starben, Pflanzen verdörrten und viele von den Alben selbst erlitten einen furchtbaren Tod. Wenige derer, die nicht starben, verfielen einem seltsamen Seelentod, aus dem sie nicht erwachten.

So sehr sich das Volk darum bemühte, dem Fluch ein Ende zu setzen, dessen Urheber nicht erkannt werden konnte, desto mehr gab es die Hoffnung auf. Eines Tages war es jedoch so weit, dass eine kleine Gruppe aufbrach, um in der Außenwelt Hilfe zu suchen ... bei den Menschen. Vielleicht vermögen diese es ja, Licht ins Dunkel zu bringen und den schrecklichen Fluch aufzuheben und die Seelen der Alben zu retten ... 

Als die aufgrund der Not Gerufenen an dem Ort des Geschehens ankamen, nachdem sie bereits auf dem Wege dorthin Schwierigkeiten verschiedener Art bekommen hatten, wirkte die Stätte, an der die Alben lebten, ruhig und friedlich. Aber etwas Bedrohliches lag dennoch in der Luft, als würde sehr bald etwas geschehen, das den Frieden stören würde.

Einige der Alben benahmen sich sonderlich für die Besucher der Stätte, als wären sie verrückt oder zumindest in Wachträumen gefangen. Durch einige Gespräche mit den übrigen Anwohner wurde dieser Verdacht sogar bestätigt. So galt es, die gepeinigten Alben aus ihrem Traumzustand zu befreien. Zu diesem Zweck half der Traumgänger, einer der anwohnenden Alben den Besuchern dabei, in die Träume der "Schlafenden" einzudringen, um diese aus ihren Alpträumen zu befreien.

Man konnte sie tatsächlich retten, doch brachte es nur zeitweilig etwas, denn der "Fluch" befiel danach andere Alben und hielt diese gefangen. Also musste man erst die Ursache für diese Seelenlosigkeit bekämpfen. Dies waren die Dunkelalben, welche die Gegend schon seit Wochen heimsuchten und die Alben der Gegend offensichtlich auslöschen wollen. So stellte man sich ihnen zum Kampf und zerschlug sie. Allerdings brachte man dabei einige Opfer: Der Traumgänger fiel unter den Klingen der Dunkelalben.

So fehlte nun die Möglichkeit, in die Träume der Alben eindringen zu können. Eine andere Möglichkeit musste her. Mit Hilfe des Seelentors konnte ein Besucher Kontakt zu der Seele jenes Traumgängers Kontakt aufnehmen und von ihm Rat erhalten. So war die Gelegenheit wieder gegeben, in die Träume aller übrigen Befallenen zu schlüpfen. Ein Ritual mit den richtigen Komponenten sorgte dafür.

In jedem der Alpträume erwartete die Helfer etwas anderes: Kämpfe, Rätsel, Diskussionen mit den verschiedensten Kreaturen, Angst und viele andere Hindernisse. Letztlich konnten aber die meisten der Alben gerettet werden. Einzig der Heilige Baum, die Seele des Waldes, galt es noch zu retten. Der letzte Traum war der des Baums. Und nur sehr knapp gelang es den Menschen und den anderen Helfern, den Baum zu befreien.

So waren der Wald der Alben gerettet und die Dunkelalben vernichtet. Und der Frieden, der den Wald von Peran einst beherrschte, zog wieder ein und übernahm die Kontrolle.